Lissabon Teil 1: Die Stadt auf den 70 Hügeln

Wir glauben einen Druckfehler in unserem Reiseführer entdeckt zu haben, da steht: Lissabon wurde auf 7 Hügeln errichtet. Stimmt nicht! Es sind mindestens 70. Zumindest gefühlte 70. 
Der Hauptstadt Portugals statteten wir heute einen ersten Besuch ab. Wie immer suchten wir uns einen Stellplatz etwas außerhalb, um Einhardt nicht durch den Stadtverkehr lotsen zu müssen. Dieser Platz befand sich dieses Mal in Villa Franca de Xira, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Mit dem Zug fuhren wir dann in die Stadt, um sie wie immer per Fuß zu erkunden. 
Im Hintergrund der Fahrstuhl, die wohl meistbesuchteste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Mit einigen Zielen im Gepäck, ließen wir uns durch die Stadt treiben und fanden viele tolle Plätze. Allerdings ist Lissabon keine kinderwagenfreundliche Stadt. Auf Kopfsteinpflasterstraßen, welche meist von ca. 40 cm breiten Gehwegen gesäumt werden, führen die Straßen bergauf und nach der nächsten Kurve wieder bergab und in der nächsten Seitenstraßen geht das Ganze wieder von vorne los. Zum Glück fühlt sich Sarah in ihrer Trage sehr wohl und so hatten wir meist nur den leeren Kinderwagen die unzähligen Treppen hinauf und hinunter zu tragen.
Im Jahr 1755 gab es ein schlimmes Erdbeben. Diese Kathedrale wurde (noch) nicht wieder aufgebaut.
Im Vergleich zu den spanischen Altstädten ist Lissabon längst nicht so restauriert und herausgeputzt. Wir fanden allerdings das genau das den Charme dieser Großstadt ausmacht.
Die gefliesten Häuserfassaden sind typisch für Portugal.
Das Besondere der Altstadt sind mit Sicherheit die Fahrstühle, wie sie hier genannt werden. In Wirklichkeit ist nur einer der "Fahrstühle" auch ein richtiger, die anderen drei sind Seilbahnen, welche die unterschiedlichen Ebenen der Stadt miteinander verbinden und die zum Teil sehr steilen Straßen angenehm passierbar machen. Wir haben uns trotzdem fürs Laufen entschieden. Mit einem Floh namens Sarah auf dem Arm und dabei noch Häuser gucken wollen, war das manchmal aber gar nicht so einfach, weil man sich wirklich konzentrieren musste, wo man hintritt...
Am 12. und 13. Juni wird in der Stadt das Fest des Santo Antonio gefeiert. Dafür werden zahlreiche Straßen und Plätze geschmückt und etwa 300 Paaren, denen das nötige Kleingeld fehlt, eine kostenlose Hochzeit ermöglicht. Heute war auch schon was los und wir ließen es uns mit Churros (fritierten Teigstangen), Espresso und Ginjinha (portugisicher Kirschlikör) gut gehen. 

 Das Gute am ganztägigen bergauf laufen ist, dass man irgendwann mit einem herrlichen Blick über die Dächer der Stadt belohnt wird!
Lissabons alte Straßenbahnen gehören ebenso zum Stadtbild.
Überall in Portugal sind sie zu finden: die Azulejos (Fliesenbilder), die meistens auch eine Geschichte erzählen.

Fazit vom ersten Tag: wir haben noch längst nicht alles gesehen und haben morgen ganz viel vor!

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