Schön, schöner, Valencia!


Die letzten zwei Tage verbrachten wir in der wunder- wunderschönen Stadt Valencia. Dazu fuhren wir auf einen Campingplatz etwas außerhalb, von wo aus wir bequem mit der Metro ins Zentrum fahren konnten. 

Valencia ist Spaniens drittgrößte Stadt (ca. 780 000 Einwohner) und obwohl sie fast ausschließlich aus Hochhäusern bestehen zu scheint, hatten wir überhaupt nicht das Gefühl in einer Großstadt zu sein. Das liegt zum einen daran, dass sich ein wunderschönes Hochhaus an das nächste wunderschöne Hochhaus reiht und zum anderen, dass eine völlig entspannte Atmosphäre herrscht. Anders als nach den Tagen in Barcelona waren wir am Abend überhaupt nicht müde und kaputt (obwohl wir den gesamten Tag durch die Stadt gepilgert waren). Zudem hatte man auch absolut nicht das Gefühl, dass man sein Hab und Gut aus Angst vor möglichen Taschendieben fest umklammern muss.
Hier mal ein paar Eindrücke in Form von Bildern:

An Tag eins besuchten wir den Markt und kauften dort für unser Mittagspicknick ein. Nachdem wir am Vormittag die Altstadt erkundet hatten, verbrachten wir Sarahs Mittags-Krabbelpause im Park. Die Stadt besaß früher einen Fluss, der sich durch die gesamte Stadt schlängelte. Dieser wurde zum Hochwasserschutz an den Stadtrand verlagert und aus dem alten Flussbett hat die Stadt einen riesigen langen Park errichtet, der sich nun wie ein grünes Band durch die Stadt windet, die Brücken sind alle noch erhalten und wir konnten kilometerweit durch den Park bis fast ans Meer laufen.
Spazieren im alten Flussbett
Die Markthalle von außen und innen ein Schmuckstück
Das Glas Rotwein für die Mittagspause zum Mitnehmen :-)
Sarah steht derzeit eher auf ganze Früchte statt auf Brei

Am Nachmittag erkundeten wir noch die Ciudad de las Artes y las Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften). Dies ist ein Gebäudekomplex, welcher ein Kunstmuseum, ein Wissenschaftsmuseum und das größte Aquarium Europas beherbergt. Wir schlenderten nur mal durch das Foyer des Wissenschaftsmuseums und entdeckten dort schon allerhand tolle Dinge. Gerne hätten wir das Museum besucht, aber das wollten wir Sarah nicht zumuten. 

Das alte Hafengebäude spiegelt sich in der Fassade eines Neubaus - toller Mix.

Den Nachmittag verbrachten wir damit, uns den Hafen und die Strandpromenade anzusehen. Der Hafen wurde im Jahr 2007 für den Americas Cup (Segelwettkampf) ausgebaut und ist durch den Mix aus alten und neuen Gebäuden sehr nett anzuschauen.


Am Freitag ließen wir uns einfach noch einmal durch die Stadt treiben. Auf anderen Reiseblogs hatten wir in Erfahrung bringen können, das das Viertel Ruzaffa das hippe Viertel mit zahlreichen kleinen Cafés, süßen Lädchen und Start-Ups ist (ähnlich wie die Karli in Leipzig) ist und dort sollte es heute hin gehen. Leider fängt das Leben in Spanien erst am späten Nachmittag an und in der Siestazeit (13.30-17.00Uhr) hatte leider ein Großteil der Geschäfte zu (kleiner Nachteil am Reisen mit Kleinkind). Trotzdem haben wir noch ein paar schöne Ecken entdeckt.
Auch in Valencia gab es wieder zahlreiche Straßenkünstler zu bewundern.

Auch an Tag 2 entdeckten wir an jeder Ecke hübsche Gebäude
Recht typisch für Spanien ist, dass die Restaurants jeden Tag ein Tagesmenü, bestehend aus Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch und Getränk anbieten. Preislich liegt das Ganze meist bei 12€ pro Person, ein absolutes Schnäppchen also. Da Valencia die Stadt der Paella (traditionelle Reispfanne mit Meeresfrüchten oder Fleisch) ist, wollten wir dies natürlich nutzen und ließen es uns in einem kleinen Restaurant nahe der Altstadt gut gehen. Paella gab es früher jeden Donnerstag, da es als Resteverwertung galt (so wie es bei uns in den Kantinen oft freitags Soljanka oder Gulasch gibt) und dann am Freitag frisch fürs Wochenende eingekauft wurde. Da sie heute als traditionelles spanisches Gericht gilt, wird sie in den Restaurants auch täglich angeboten.
Vorspeise: gebratene Sardinen und Antipasti
Eine klitzekleine Paella für uns zwei

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